Historische Radios - Eine Chronik in Wort und Bild
AEG
Geräte

Der schönste aller D-Züge? Die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft, Berlin, lieferte ihn 1924 für den „anspruchsvollen Rundfunk-Liebhaber“ in Mahagoni-Ausführung.

Unter den geschlitzten Blech-Schutzhauben stecken die Röhren; es wurde die Type RE 78 empfohlen. Ursprünglich setzte sich die Empfangsanlage aus dem Audion A I und dem Zweiröhren-NF-Verstärker A II zusammen. Als Vorschalt-Zusatz gab es das Abstimmgerät A III, welches lediglich einen Serienresonanzkreis mit induktiver Ankopplung enthielt. Später lieferte die AEG auch das hier abgebildete mit einer Röhre bestückte Hochfrequenz-Vorstufengerät A VI.

Der erstaunte Funkhistoriker erwägt, ob dies nicht logischerweise hätte A IV heißen müssen; er fragt sich, ob da etwa der Druckfehlerteufel am Werke war und die Berichtigung unterblieb?

Der hier abgebildete D-Zug, bestehend aus A VI, A I H und A II befindet sich im Besitz des Hastra-Museums, Hannover.

komplett: über 5.000 Euro



 

AEG-Detektorapparat Type DT, Baujahr 1924. Während die Siemens-Detektorempfänger mit Variometern ausgerüstet waren, baute die AEG zur Resonanzabstimmung zehn kleine Korbbodenspulen ein. Neun davon werden mit dem linken Drehknopf in Grobstufen geschaltet, die zehnte – mit zehn Abgriffen – dient der Feinabstimmung (Drehschalter rechts). Auf dem Gerät steckt ein gekapselter Telefunken-Detektor.

Im zweistufigen, trafogekoppelten NF-Verstärker Type DV sind Europasockel eingebaut. Meist wurden die Telefunken-Röhren RE 71 oder Type A aufgesteckt.

Telefunken verkaufte den DT als Zeta, den DV als Epsilon.

Typen DT + DV: 1300-2000 Euro



 

Der große AEG-Fünfröhren-Dreikreiser Geadyn BL von 1926 zählt zu den gesuchtesten Sammlerstücken. Unter der Klappe sitzt ein Mittelwellen-Spulenkasten, der gegen einen Langwellensatz ausgewechselt werden kann. Hinter dem Gerät steht das AEG-Trichtersystem, zur Wahl stand der im Kapitel Lautsprecher abgebildete Holzlautsprecher.

Geadyn BL: Liebhaberpreis