Historische Radios - Eine Chronik in Wort und Bild
AEG
Geräte

AEG begann mit der Produktion von Netzanschluß-Empfängern 1927. Nach den Modellen Geatron 1 und 2 folgte 1928 der hier abgebildete Geatron 3 – ein Dreiröhren-Einkreiser in Blechpultausführung. Ähnlich aufgebaut ist der Vierröhren-Zweikreiser Geadem, ebenfalls Baujahr 1928. Bis 1931 waren die erfolgreichen Modelle in den Katalogen, zuletzt als Geatron 33 bzw. Geadem 33 mit „Tenacit-“, also einer Bakelit-Haube.

Im Hintergrund: Gealion-Heimlautsprecher von 1929 mit elektromagnetischem System.

Geatron 3: 120-200 Euro
Geadem: 150-250 Euro
Gealion: 20-80 Euro



 

Er paßt so richtig in die Wirtschaftskrisenzeit, für die 30% Arbeitslosen war sie trostlos. Und ebenso trostlos sieht das hier abgebildete AEG-Radio aus, dieser Geadux, den das Großunternehmen in den Jahren 1929 bis 31 offerierte. Ein Zweiröhren-Einkreiser steckt in dem lackierten Pappgehäuse; nicht einmal das halb so teure Emud-Volksradio (siehe unter „Emud“) mußte sich mit einem solch tristen Gewand begnügen.

Geadux: 40-100 Euro



 

Nicht mehr so schlimm wie sein Vorgänger sah 1931/32 der AEG-Zweiröhren-Empfänger im Blechkasten aus: der Geadux 201.

Das dahinter stehende Lautsprechermodell im Bakelitgehäuse – Cantrix 1 – ist ein Jahr älter.

Geadux 201 + Cantrix 1: 150-250 Euro



 

1932 brachte die „Branchenführer-Gruppe“ AEG, Siemens und Telefunken den neuen Dreikreiser mit einheitlichem Schaltungsaufbau in die Kataloge (vgl. Siemens 46 WL und Telefunken 343 WL). Unterschiedlich waren die Gehäuse und die Skalen – AEG schuf das „Paternoster-System“.

Für diesen Ultra-Geadem WL entwarfen die AEG-Stilisten ein Bakelitgehäuse, das sich – mit der angedeuteten Krone – in fürstlich ausgestattete Räume einfügen ließ (das große Modell Super-Geador L bekam ein gleichartig gestaltetes Holzgehäuse).

Der selektive Dreikreiser enthält schon zwei der neuen Exponentialröhren RENS 1214 (zur Lautstärkeregelung), ihnen folgen je eine REN 904 und RES 164. Erstmals wurde er mit einem permanentdynamischen Lautsprecher ausgestattet.

Links vom Ultra-Geadem WL steht separat ein Permadola 1, der als Zweitlautsprecher oder in Verbindung mit dem vorn stehenden Ultra-Geadem (ohne „L“) betrieben werden konnte.

Ultra-Geadem WL: 450-650 Euro
Ultra-Geadem W: 200-320 Euro
Permadola 1: 80-180 Euro