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Schon im Gründungsjahr der Gerätebau A.Jäger & Söhne OHG kam ihr erstes Koffermodell Camping in das vom Technisch-Literarischen Institut Radevormwald herausgegebene Handbuch für das Rundfunkjahr 1948/49.
Jäger hatte wohl noch Probleme mit der Röhrenbeschaffung, zu den Stahlröhren DF 11, DAF 11 und DL 11 gesellte sich eine DCH 25. Lang- und Kurzwellen empfing der Camping und natürlich die Mittelwelle, die auf 182 m erweitert worden war. (Sammlung R.Leuze)
Camping: 120-200 Euro
Das kleinere Gerät im Bild ist der Offenbach 51 (1951) für Batteriebetrieb und Allstrom-Netzanschluß. Dahinter steht das Modell U 55 (1955) in Leder (Kroko-Prägung). UKW, Mittel- und Langwellen konnten mit diesem Gerät empfangen werden. Über einen Zerhacker war auch der Anschluß an den Auto-Akku möglich.
Offenbach 51: 80-180 Euro
U 55: 80-180 Euro
Der Schlangenleder-Koffer wurde zum Hit. Gegenüber dem oben abgebildeten U 55 wurde dieses noch immer mit Röhren bestückte Modell Pinguin M 58 (1958) technisch abgemagert. Dafür aber war es fast halb so teuer: 178 DM anstatt 329 DM kostete es. Der Kleine im Vordergrund ist ein Autotransistor, Baujahr 1960. Er war als Koffer- oder Autoempfänger zu verwenden und konnte im Auto mit einem Zusatzverstärker betrieben werden.
Pinguin M 58: 40-100 Euro
Autotransistor: 10-50 Euro
Akkord hatte in den Sechzigern stets Kofferradios im Programm, die sowohl unterwegs mit eingebauten Batterien zu betreiben waren, als auch in Fahrzeugen mit der Autobatterie. Das Modell Motorette 211 von 1968/69 (im Bild hinten) war ein solches Gerät für den Empfang von UKW, Mittel- und Kurzwellen (49 m-Band), das gleiche als Type 210 empfing UKW, Mittel- und Langwellen. In der stillen Landschaft genügte 1 Watt Ausgangsleistung (zur Schonung der Anodenbatterie), beim Betrieb im lauten Auto erfolgte automatisch die Umschaltung auf 4 Watt.
Akkord Elektronik GmbH hieß die Herxheimer Firma, nachdem sie von der Bosch-Gruppe übernommen worden war. Ihr vorn im Bild stehendes Modell, den kleinen Autotransistor de Luxe 130 sucht man in den Katalogen 1969/70 und 1970/71 unter den Koffer- und Taschenempfängern vergeblich. Zwar findet man dort die (auch als Koffer- und Autoempfänger konzipierte) Motorette 210/211, den de Luxe 130 aber, der mit sechs 1,5-Volt Batterien ebenso als Koffer verwendbar war, hat man (wo bleibt die Logik?) den Autoempfängern zugeordnet.
Das 17 x 13 x 4,3 cm große Gerät war der letzte Autotransistor dieser Baureihe und damit auch der letzte mit dem Markennamen Akkord.
Motorette 211: 0-30 Euro
de Luxe 130: 40-100 Euro
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