Historische Radios - Eine Chronik in Wort und Bild
Blaupunkt (Ideal)
Geräte

„Kombinierter Detektor- und Audion-Kopplungs-Allwellenempfänger“ stand im Katalog 1926 über diesen Ideal DR I. Vereinfacht könnte man sagen: „Wahlweise als Detektorempfänger oder als Einröhren-Audion zu verwenden“. Wellenlängen von 160 bis 4800 m konnte man durchgängig empfangen, wenn die umschaltbare Blaupunkt-„Multidynspule“ aufgesteckt war. Die hintere Schwenkspule muß nicht „Multidyn“ sein, sie dient der Rückkopplung.

Vorn links steckt ein „Rotstern“-Detektor mit der Mikrometerschraube und rechts hinten eine blaue „Ampladyn“-Röhre. (Sammlung G.Neef)

Ideal DR I: 1000-1500 Euro



 

Blaupunkt Multidyn-Lautsprechergerät nannten die Idealwerke 1927 diesen Einkreis-Empfänger deshalb, weil mit seinen drei (blauen) Röhren Lautsprecherwiedergabe möglich war. „Multidyn“ besagt, daß das Gerät mit Spulen dieses Namens ausgestattet wurde. „British Patent“ und „Made in Baden“ kann man auf ihnen lesen.

Der neben dem Gerät stehende Konus-Lautsprecher kommt von Nora. (Sammlung A.Kofink)

Multidyn-Lautsprechergerät 600-900 Euro
Nora-Konuslautsprecher 80-180 Euro



 

Eines der beliebtesten Blaupunkt-Radios: die Type VII von 1928. Besonders wertvoll wird das schlichte Einkreisgerät, wenn es mit den blauen Original-Röhren bestückt ist. Die Multidyne-Spule ist in Stufen schaltbar – für den Empfang der Wellen von 160 bis 4300 m. Dahinter steckt ein „Sekundär-Koppler“.

Der Konus-Lautsprecher im Hintergrund ist die Blaupunkt-Type 59 MK.

Type VII: 600-900 Euro
Type 59 MK: 40-100 Euro



 

Das Blaupunkt-Modell Type VIII war – wie die Type VII – auch nur ein Dreiröhren-Einkreiser, aber im geschlossenen Bakelitgehäuse. „Dieser neue moderne Dreiröhren-Überlandempfänger ist ein Zweckgerät im wahrsten Sinne des Wortes; – denn es verbindet Höchstleistung und Formschönheit zu einem wertvollen Ganzen“ – so steht es im „Prohaska-Katalog“ 1928.

Der passende Blaupunkt-Lautsprecher: Type 49 Z im Bakelitgehäuse.

Type VIII: 600-900 Euro
Type 49 Z: 40-100 Euro