Historische Radios - Eine Chronik in Wort und Bild
Blaupunkt (Ideal)
Geräte

Der erste Blaupunkt-Heimsuperhet kam 1933 auf den Markt: der Vierröhren-Siebenkreiser Super 4. Es gab ihn sowohl im schön gestalteten Bakelit- als auch im Holzgehäuse mit der großen Linearskala. Sämtliche Typen – Super 4 LGP, Super 4 LWP, Super 4 LGH und Super 4 LWH (die letztere ist hier abgebildet) – hatten außer dem Mittel- und Langwellen- auch einen Kurzwellenbereich.

Super 4 LWH: 150-250 Euro



 

1934 gab es diesen Vierkreissuper im „künstlerisch gestalteten“ Bakelitgehäuse als Super 3 W 4 und Super 3 G 4. Der hier abgebildete Gleichstrom-Apparat hat die interessante Röhrenbestückung: BCH 1, RENS 1884 und BL 2. Diese B-Röhren waren parallel zur A-Serie als 180 mA-Gleichstromtypen entwickelt worden. Sie sind aber nur im Jahr 1934 in verschiedenen Superhets zu finden, schon 1935 wurden sie durch die Allstromröhren der C-Serie ersetzt.

Die ebenfalls zu den B-Typen gehörende BB 1 ist in diesem Superhet nicht erforderlich, weil die 1884 als rückgekoppeltes Audion arbeitet.

Super 3 G 4: 150-250 Euro



 

Ein größerer Bruder unter den 1934er Blaupunkt-Superhets ist dieser mit sechs Kreisen ausgestattete Super 4 W 6. Bestückt ist er mit den 4-Volt-Stiftröhren ACH 1, RENS 1234, RENS 1254, RES 964 und RGN 1064.

Super 4 W 6: 120-200 Euro



 

Es ist vor allem die Gehäusearchitektur, welche diesen Fünfröhren-Neunkreis-Großsuper 4 W 9 von 1934 so begehrenswert macht. Er war in Edelholz-Natur- und in Schwarzlack-Ausführung zu haben.

Aber nicht nur die (im Band I, 1.18 besprochene) Gestaltung ist bei diesem fortschrittlichen Radioapparat herausragend, auch seine Empfangsleistung verhalf dem Idealwerk zu hoher Anerkennung. So ist es verständlich, daß dieser 4 W 9 mit der „Litfaß-Säulen-Skala“, mit Kreiselantrieb, Leuchtkugelmelder und Glimmröhren-Abstimmanzeige zu den gesuchtesten Mittdreißigern zählt.

Großsuper 4 W 9: 450-650 Euro