Historische Radios - Eine Chronik in Wort und Bild
Blaupunkt (Ideal)
Geräte

Sollte das ein kleiner 7 W 86 sein? Äußerlich ist er ihm recht ähnlich, technisch aber weit von ihm entfernt. Dieser Fünfkreis-Super 3 W 56 hat nicht halb so viele Röhren und der schmale Streifen zwischen den Lautsprecherfeldern (eines davon blind) ist keine Litfaß- sondern eine Thermometer-Skala. Aber schön ist er doch.

3 W 56: 80-180 Euro



 

Attraktiv war bei Blaupunkt-Modellen das gewölbte Glas über der Skala, welche bei diesem besonders schönen 4 GW 76 von 1936 noch mit einem schwenkbaren Bakelit-Preßteil abgedeckt werden konnte. Der hochwertige Vierröhren-Siebenkreiser (mit Glimmröhren-Abstimmanzeige) steckt in einem Makassar-Ebenholzgehäuse. Auch als Standmodell waren die Großsuper 4 W 76 und 4 GW 76 erhältlich.

4 GW 76: 150-250 Euro



 

2 W 17 heißt der Nachfolger des Blaupunkt 3 W 15 aus den Jahren 1935 und 36. Dieses 1937er Modell hat nun die normale Einkreiser-Röhrenbestückung: AF 7 und AL 4. Mit 154 Mark war der 2 W 17 billiger als sein Dreiröhren-Vorgänger, der noch 184 RM gekostet hatte.

2 W 17: 80-180 Euro



 

Ein Sechskreiser der gehobenen Mittelklasse: 4 W 77. Neu war das magische Auge in diesem mit A-Röhren bestückten Modell. 1937 waren die Blaupunkt-Gehäuse recht unterschiedlich gestaltet – auch die beim 4 W 77 elegant gelöste Links-Rechts-Aufteilung der Lautsprecher- und Skalenfelder zählte zu den gelungenen Entwürfen.

4 W 77: 120-200 Euro



 

Die ersten Großsuper dieser Art (mit der großen Schwenkskala) erschienen 1937 als Typ 7 W 77 und 1938 als 9 W 78. Im selben Jahr kam als letzte Steigerung der hier abgebildete 11 W 78 dazu.

Nicht nur die Sendertasten (fünf einstellbare Stationen) waren an diesem Vorstufensuper der Spitzenklasse neu; unter seinen insgesamt elf Röhren (meist Stahlröhren) saßen auch zwei AL 5 in der Gegentakt-Endstufe. Ergänzen konnte man dieses Luxusgerät durch eine Kabel-Fernbedienung.

11 W 78: 450-650 Euro