Historische Radios - Eine Chronik in Wort und Bild
Braun
Geräte

Das waren 1925 Max Brauns erste Radio-Erzeugnisse: Röhrensockel und der Trumpf-Walzen-Detektor. (Inserat)

Weil Braun in den Zwanzigern keine Radios herstellte, erschienen die „echten“ Braun-Geräte erst in den Katalogen ab 1933. Bei der Frankfurter Radiogroßhandlung Julius Jessel jedoch konnte man sogenannte Braun-Solo-Neutro-Empfänger schon 1928 bestellen. Das waren Erzeugnisse der Firma Sevecke (siehe Band I, Abs. 1.13) und diese Katalogbilder sind die einzigen Nachweise, welche über das Höchster Fabrikat gefunden werden konnten.

Erstmals erschien „Braun“ in den Radiokatalogen von 1933 u.a. mit diesem (auch wirklich bei Braun gefertigten) Mozart. Seine Schöpfer bezeichneten ihn als „Dreiröhren-Luxus-Zweikreisempfänger“. Nicht ganz unberechtigt – hatte er doch schon einen Kurzwellenbereich, und die Röhrenbestückung war vielversprechend: zwei Pentoden RENS 1284 und als Endröhre die RES 374.

Ebenfalls 1933 kam das neue Braun-Cosmophon-Laufwerk auf den Markt.

Mozart: 120-200 Euro
Cosmophon: 80-180 Euro



 

1933 war Braun mit drei Empfängern in den Radiokatalogen, unter denen sich schon ein Sechs-Röhren-Siebenkreis-Superhet befand.

1934 gab es nur zwei Braun-Modelle, einen Zwei-Röhren-Einkreiser und den hier abgebildeten Vier-Röhren-Sechskreis-Superhet 4 W. Braun hatte mit diesen ansprechenden Modellen schnell seinen Kundenkreis, zumal die beiden auch als Musikgerät mit eingebautem Plattenspieler auf den Markt kamen.

4 W: 80-180 Euro



 

1935 gab es HF-Vorsatzgeräte für den Volksempfänger 301 W von den Firmen Brandt, Braun und Körting. Die ersten beiden machten den VE zum Zweikreiser, der Körting-Vorsatz zum Superhet.

Hier im Bild steht in Kombination mit dem VE 301 W das beliebteste von den Dreien: das Braun-Vorsatzgerät mit der RENS 1284.

Braun-Vorsatzgerät: 450-650 Euro



 

Nachdem die Frankfurter mit den Cosmophon-Plattenspielern so erfolgreich waren, brachten sie in den Folgejahren Radio-Phono-Kombinationen auf den Markt.

Hier abgebildet ist der Phonosuper 637 GW Baujahr 1936, dessen Gestaltung noch den Stil des Blaupunkt 4 W 9 (1934) erkennen läßt.

Phonosuper 637 GW: 200-320 Euro