Historische Radios - Eine Chronik in Wort und Bild
Braun
Geräte

Eigentlich war die Bauform des 637 GW 1936 schon nicht mehr zeitgemäß, Braun mußte sich aufs Querformat umstellen. Und nun findet man auch für diesen neuen Phonosuper 638 W von 1937, den Stil betreffend, wieder ein Vorbild: den Großsuper T 586, der von Telefunken bereits 1935 kreiert worden war. Schon immer zeugte es von Klugheit, sich an erfolgsbewährten Beispielen zu orientieren. So wurde dieses Musikmöbel 1937/38 gut verkauft und es hat bezüglich seiner Beliebtheit auch in Sammlerkreisen bis heute nichts eingebüßt.

Phonosuper 638 W: 300-400 Euro



 

Nicht nur mit seinen Empfängern und Plattenspieler-Kombinationen war die Firma Braun erfolgreich, vielmehr auch auf dem Gebiet der Kofferradios, wo sie schließlich zu den Spitzenreitern zählte.

Die Abbildung zeigt (von hinten nach vorn) den 5-Kreis-Super BKS 36, der 1936 nahezu konkurrenzlos war. Braun-Koffersuper der Modelljahre 1938 und 39 erhielten die moderne Form (in der Bildmitte mit geschlossenem Bedienteil). Vorn steht die Luxus-Ausführung 239 D mit dem Kofferbezug in Kroko-Lederprägung. „D“ bedeutet „dynamischer Lautsprecher“ mit Gegentakt-Endstufe KDD 1, die einfacheren „F“-Typen waren mit dem Freischwinger und KL 1 ausgestattet.

BKS 36: 150-250 Euro
239 D: 200-320 Euro



 

Braun begann in der Nachkriegszeit mit der Produktion von Radios, die – wie alle andern – in herkömmlichen Gehäusen eingebaut waren.

Das Bild zeigt zwei Modelle von 1949: den 5-Kreis-Super 450 GW und den 6-Kreis-Super 4549 GW. Während der preisgünstige Fünfkreiser mit den neuen Rimlock-Röhren bestückt war, bevorzugte Braun für die größeren (auch den 4549 und 4650) die E-Stahlröhrenserie. Der dritte im Bilde ist der Super 300 UKW von 1952. Auch die Braun-Geräte hatten damals noch das übliche braune Edelholzgehäuse mit dem „Einheits-Antlitz“.

450 GW: 0-30 Euro
4549 GW: 10-50 Euro
300 UKW: 0-30 Euro



 

Schon eines der letzten Braun-Vorkriegsmodelle – Phono 5640 W – war so gestaltet, 1950 hieß das Gerät mit einfachem Plattenspieler Fonosuper 950 W(N/L) und in der hier abgebildeten Ausführung mit Zehnplattenwechsler Fonosuper 960 WL.

Im Radioteil saß ein Siebenkreiser mit EL 12 in der Endstufe. Die Röhrenbestückung betreffend hat sich nicht viel geändert, wohl aber der Preis. Das Vorkriegsgerät kostete 298.- Reichsmark, dieses Nachkriegsmodell 635.- D-Mark.

Fonosuper 960 WL: 150-250 Euro