Historische Radios - Eine Chronik in Wort und Bild
Braun
Geräte

Nicht nur der „Schneewittchensarg“ war besonders beliebt, ebenso die Braun-Atelier-Modelle. Gerät und Lautsprecher des Atelier 1 (D. Rams 1957/58) stehen in dieser Abbildung übereinander. Normal war die „Nebeneinander-Aufstellung“, meist auf einem Sideboard.

Atelier 1 mit Lautsprecher: 120-200 Euro



 

Das Design des 1955 erschienenen Musikschranks PK-G war so erfolgreich, daß Braun es sich leisten konnte, seine Bauform mit der gelungenen Skalengestaltung jahrelang so zu belassen. Nur die Technik wurde bei dem hier abgebildeten Gerät geändert: der Neunröhren-Achtkreis-Super TS 31 Stereo (H. Hirche) von 1961 hat zwei NF-Kanäle für die Wiedergabe von Stereoplatten.

TS 31 Stereo: 40-100 Euro



 

„Ein hochkant-gestellter Schneewittchensarg mit einem Lautsprecher anstelle des Plattentellers“ – so könnte man den RT 20 beschreiben, den Braun (D. Rams) 1961 als kreative Neuheit auf den Markt brachte. Von den „Design-Freaks“ wurde er freudig begrüßt, und auch als Oldtimer blieb sein Wert erhalten. Technisch hat der Fünfröhren-Sechskreis-Super weniger zu bieten: Drei Wellenbereiche (UML) und eine 3-Watt-Endstufe.

RT 20: 200-320 Euro



 

1963 erschien der erste Braun-Weltempfänger T 1000. Er gewann nicht nur Freunde wegen seiner Gestaltung (D. Rams), auch die Empfangsleistung konnte begeistern. Zwölf AM-Wellenbereiche hatte der 10-Kreiser, dazu UKW mit 14 Kreisen. Bis 1967 war er in den Katalogen; abgelöst wurde er 1968 durch den hier abgebildeten T 1000 CD.

Staunend nimmt man zur Kenntnis, daß diese Braun-Weltempfänger, mit denen (durch Überlagerung) auch unmodulierter Telegrafie- und SSB-Empfang möglich war, mit nur 19 Transistoren und 7 Halbleiterdioden so viel konnten.

Ein Leichtgewicht war der T 1000 wahrlich nicht – heutige Weltempfänger wiegen weit weniger als 8,5 kg. Auch beim Preis wurde man ein wenig blaß: DM 1500.- und es gab Zubehör, für den man nochmals rund 700 Mark ausgeben konnte. (Sammlung D.Schneider)

T 1000 CD: 600-900 Euro



 

„Ein Gerät der Spitzenklasse“, könnte man in Anbetracht des damaligen Preises von 1.895 DM annehmen. Aber es gab 1971 noch ganz andere Gerätepreise: The Fisher 701 kostete ohne Plattenspieler 4.100 DM.

Mit dem „Braun-Design“ dieses audio 310 (D. Rams) wären die Frankfurter ein Jahrzehnt früher konkurrenzlos gewesen, 1971 jedoch waren alle Studiogeräte ähnlich gestaltet.

audio 310: 80-180 Euro